Aufsichtsanzeige gegen Sexualkundeunterricht in Berneck – Erfolgreiche Beschwerde in Bütschwil

Medienmitteilung vom 18. Juni 2026
Mehrere Familien haben gegen den Sexualkundeunterricht an einer 4. Klasse der Primarschule Berneck Aufsichtsanzeige beim Amt für Volksschule des Kantons St. Gallen eingereicht. Wir unterstützen die Familien juristisch und argumentativ.
Betroffen sind Kinder im Alter von 9 bis 11 Jahren, denen unter anderem Bilder mit Sexstellungen vorgelegt wurden, Geschlechtsänderungen beliebt gemacht wurden. Ihnen wurden Bücher mit Darstellungen wie «Mann mit Vagina» oder «Frau mit Penis» unterbreitet. Das ist nicht kindgerecht. Es verunsichert sie in ihrer Identität, statt sie zu stärken.
Für uns ist insbesondere die mangelnde Transparenz stossend. Die Eltern sind vorgängig weder über die Inhalte noch über die externe Referentin ausreichend informiert worden. Zudem sind während der gesamten Unterrichtseinheit keine Lehrer im Klassenzimmer anwesend gewesen. Sie haben sich im Nebenzimmer aufgehalten.
«Wir wehren uns gegen übergriffigen Sexualkundeunterricht an Primarschulen. Wir verteidigen das Vertrauen in die Schule. Dieses Vertrauen wird verletzt, wenn externe Sexualpädagogen ohne ausreichende Kontrolle Inhalte vermitteln, die für Primarschulkinder nicht geeignet sind», erklärt das Lehrernetzwerk Schweiz.
Wir fordern klare Leitplanken für den Sexualkundeunterricht:
- transparente Information der Eltern,
- die Anwesenheit einer Lehrerin oder eines Lehrers während des Unterrichts,
- sowie altersgerechte und nicht übergriffige Inhalte.
Kein Einzelfall
Der Fall Berneck ist kein Einzelfall. Auch in Bütschwil ist der Sexualkundeunterricht umstritten. Eltern haben eine Aufsichtsanzeige eingereicht. Die St. Galler Staatsanwaltschaft wollte den Fall vorschnell einstellen. Dank der Intervention des Lehrernetzwerks Schweiz hat die Anklagekammer den Entscheid der Staatsanwaltschaft aufgehoben.
Für uns zeigen die Fälle Berneck und Bütschwil deutlich: So kann Sexualkundeunterricht an Primarschulen nicht stattfinden. Kinder müssen sich in der Schule sicher fühlen können. Dafür braucht es klare Leitplanken beim Einsatz externer Sexualpädagogen.
PS: Wir danken herzlich für die Unterstützung dieser Arbeit mit Deiner Spende. Nur so können wir unsere Arbeit weiterführen.
Jetzt spenden
Spendenkonto Raiffeisen
Lehrernetzwerk Schweiz, 5000 Aarau
IBAN: CH48 8080 8003 9417 3838 2
Vermerk: Unterstützung




