«Der Hype» – neuer Film dokumentiert den Corona-Wahn

Von Daniel Wahl

Der Film «Der Hype – 2020 revisited» ist ein fast zweistündige Werk, das die tonangebende wissenschaftliche Elite unseres Landes entlarvt als

  • ein selbstreferenzielles Expertenkartell, das im Schulterschluss mit dem Bundesrat und dem Bundesamt für Gesundheit die Bevölkerung in einen dystopischen Lockdown führte;
  • eine Deutungselite, die unliebsame Kollegen und Wissenschaftler beruflich kaltstellte und Loyalität zum System über wissenschaftliche Evidenz stellte;
  • einen Zirkel, der es hätte besser wissen können, jedoch Studienergebnisse unterdrückte oder umdeutete und sich heute nicht hinter der Aussage verstecken darf: «Niemand konnte die Dynamik voraussehen.»

Zusammenfassend belegt der Film mit unzähligen offiziellen Statistiken:

  • Das Coronajahr 2020 war in Bezug auf die Übersterblichkeit kein auffälliges Jahr.
  • Das Schweizer Spitalwesen war während der Pandemie nie überlastet, vielmehr war das Gegenteil der Fall.
  • An den Massnahmen kann es nicht gelegen haben. Schweden machte es ohne Lockdown und drastischen Massnahmen und im Vergleich zu allen europäischen Ländern besser.

Zugegeben: Der fast zweistündige Film verlangt von einer Gesellschaft, die auf «Shorts» und «Reels» von höchstens einer Minute Länge getrimmt ist, grosses Durchhaltevermögen ab. Im Kino, im konzentrierten Dunkel, ist das Dranbleiben einfacher als am Computer, wo der Film auf YouTube unter der Adresse https://www.youtube.com/watch?v=7MVga4H7yK0 zu sehen ist.

Durchs Pandemiejahr 2020

«Der Hype» führt den Zuschauer durch das Pandemiejahr 2020, als die Erkenntnisse über die Gefährlichkeit oder die Harmlosigkeit des Virus auf dem Tisch lagen, hätte man nur die Resultate des  «natürlichen Labors» zur Kenntnis genommen – jener exemplarische Ausbruch von Corona auf dem Kreuzfahrtschiff Diamond Princess, das dann vor Yokohama in Quarantäne lag. Man hätte gesehen, dass die überwiegende Mehrheit der 700 Infizierten kaum etwas von Corona spürten. Aber die «Computer-Modellierer», die keine Ahnung von Epidemien hatten, übernahmen die Deutungshoheit und übertrafen sich mit Dramatisierungen. Die Stunde der Angstmacher, der Narzissten und Experten, die sich selbst in den Vordergrund schoben, hatte geschlagen. Und dann kamen die Bilder der Särge aus Bergamo, die zum Hype der Missinterpretation wurden.

Unaufgeregt erzählt

Unaufgeregt und für eine aufgeklärte europäische Gesellschaft geradezu beschämend präsentiert Wyniger die Fakten: Bergamo stellte – ebenso wie Madrid – einen für eine Influenza geradezu atypischen Sterblichkeitsverlauf dar. Statt eine an- und abschwellende Kurve zu zeigen, wies diese einen Peak auf – als wären Teile der Bevölkerung wie durch einen Vulkanausbruch dahingerafft worden. Es hätte die Pandemieexperten hellhörig machen dürfen und andere Ursachen als Corona ans Tageslicht bringen können. Aber die Geschichte, dass sich das Pflegepersonal sowohl in Norditalien als auch in der spanischen Hauptstadt panisch zurückzog und die Betagten sich selbst überliess, sodass manche verhungerten oder verdursteten, wollte niemand erzählen.

Keine Kurve für Sterbefälle während einer Pandemie. Bild: Screenshots aus "Der Hype"

Der Hype präsentiert Geschichten, die die Öffentlichkeit bis heute nicht erreicht haben und Skandalpotenzial haben: Etwa, dass der Arzt und Epidemiologe Taulant Muka von der Universität Bern den Job verlor mitsamt seiner 20-köpfigen Forschungstruppe – weil sie Resultate veröffentlicht hatten, die nicht genehm waren. Man warf ihnen nicht wissenschaftliche Fehler vor, sondern mangelnde Loyalität. Eine Debatte, wie man es von der schweizerischen Bildungselite wünscht, ist wenn nicht geführt, so doch direkt unterdrückt worden.

Manipulative Spitzenforscher

Wyniger geht dabei auf die eklatanten Interessenkonflikte ein. Der Statistiker und Gesundheitsökonom Konstantin Beck, wirft dem Papst über die schweizerischen Forschungsgelder, dem damaligen Präsidenten des Nationalfonds Matthias Egger (2017 bis 2024), vor, Studienresultate gefälscht wiedergegeben zu haben, nur damit sie in sein Narrativ passten. Egger wollte dazu keine Stellung nehmen.

Fast redundant erzählt der Film, wie sich die europäische Forschungselite im Wochentakt widersprach: Maske nein, Maske ja; das Virus nur für Betagte gefährlich, das Virus nun auch für die Kinder eine Bedrohung. Auf Beweise für die Behauptungen ist verzichtet worden. Wyniger zeigt eindrücklich, wie die Bundeshausjournalisten mit der Thematik überfordert waren, sich manipulieren liessen und selbst zu Treibern der Angstmacherei machen liessen.

 

Der Filmemacher hat auf unzählige erzählenswerte Episoden und Geschichten verzichtet. Auch die «Impf-Lüge», wonach eine Coronaimpfung vor Ansteckungen schütze, hat Wyniger nicht thematisiert. Das Filmwerk hätte wohl Herr-der-Ringe-Dimensionen angenommen. Einzig unter dem Aspekt der Überlänge mag man dem Film verzeihen, dass er die damaligen angeblichen Corona-Koryphäen, nicht nochmals zur Rechenschaft gezogen hat. Zu gerne hätte man gesehen, wie diese Elite heute nach Luft und Ausreden japst.

Fazit

Berührend, empörend, unbedingt sehenswert – vor allem für die damaligen Mitglieder der Taskforce, den Bundesrat, den damaligen Präsidenten der Gesundheitsdirektorenkonferenz Lukas Engelberger und die Mitarbeiter des Bundesamts für Gesundheit und die Chefärzte der Universitäts- und Kantonsspitäler der Schweiz.

Weitere Auskünfte zum Film sind auf der-hype.ch erhältlich. Die Doku ist inzwischen online auf YouTube verfügbar: https://www.youtube.com/watch?v=7MVga4H7yK0

 

Der Film wird an verschiedenen Orten in Kinos gezeigt:

26.05. Thun, 18 Uhr, Kino Rex,
mit Nationalrat Andreas Gafner und Mike Wyniger

30.05. Zürich, Kino Koni, 17 Uhr
mit Mike Wyniger

02.06. Basel, 19 Uhr, Neues Kino Basel,
mit Mike Wyniger

02.06. Bern, Kino Movie 17 Uhr

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