Das «Dorf» im Bildungswandel

Aufbruch zu einer nachhaltigen Bildung im grösseren Zusammenhang

Das «Dorf» steht sinnbildlich für ein gemeinschaftliches Gesellschaftsgefüge, wo in gegenseitiger Symbiose mit allen Lebensbereichen kooperiert wird. Jedes Individuum vom Kind bis zum Erwachsenen findet seinen individuellen Platz, um seine Begabungen und Interessen mit Freude und Sinn in das «Dorf» einzubringen. Individualität und Gemeinschaft gehören zusammen, sie bedingen sich gegenseitig. Eine starke, harmonische Gemeinschaft kann nur durch individuelle und schöpferische Menschen erwachsen, die sich wohlfühlen, die aber wiederum den Nährboden der Gemeinschaft benötigen, um zu gedeihen.

Ein Kollege meinte: «Weisst du, eigentlich bräuchte jedes Kind seine eigene Schule».

Wie wahr, da wir doch alle immer stärker vor der Herausforderung stehen, Kinder und Jugendliche mit all ihren unterschiedlichen Lernvoraussetzungen, Bedürfnissen und Zielen durch die kollektiven Bildungs- und Beurteilungsraster zu manövrieren.

Bildungsvermittler sind dem Spagat ausgesetzt, fremdbestimmte Vorgaben irgendwie mit einem individuellen, empathischen Umgang mit jedem Lernenden zusammenzubringen.

Wir wissen, dass die Bildungsteilnehmer nicht massgebend mitbestimmen können, es sind einseitig orientierte politische und wirtschaftliche Machtträger, die BildungsplanKonstrukte durch die Schaffung von Abhängigkeiten steuern und uns überstülpen.

Welche Attribute prägen eine nachhaltige Bildungslandschaft:

Freiwilligkeit, Sinnhaftigkeit, Wertschätzung, Unabhängigkeit, Kreativität, Empathie, Freude, Lebensqualität, Kooperation u.a.

Hierfür braucht es eine Sichtweise im grösseren Zusammenhang und eine fundamental andere Austausch- und Wirtschaftsform: Ohne Arbeitsstress oder systembedingtes profitorientiertes «Ellbögele» und in der Kinder und Jugendliche nicht als digitale Konsumgüter gehandelt werden. Der echte Austauschwert sollte sich am verantwortungsvollen Beitrag der Gemeinschaftsmitglieder orientieren.

Um eine nachhaltige Bildungslandschaft zu gestalten, muss die Schule aus ihrer künstlichen Isolation treten und sich aktiv mit dem «Dorf» als Lebenszentrum verbinden.

Alle Menschen, auch Kinder, möchten am Leben teilhaben, beitragen und sich im Leben verwirklichen. Disziplin und Leistungsbereitschaft entspringen aus dieser Motivation.

Mit einer modularen Grundstruktur können wir dem gerecht werden, damit jedes Kind, ja auch jeder Mensch im «Dorf», in seiner altersgemischten Niveaugruppe einsteigen kann. Jedes Modul beinhaltet nebst seinen Lerninhalten auch immer einen praktischen Anwendungsteil, der direkt als wertvoller Beitrag ins «Dorf» einfliessen kann. Bildung wird selbsttragend. Sie steht im direkten Austausch mit dem Leben.

Wer ein Modul praktisch anwenden und damit seine Kompetenz demonstrieren kann, darf ohne selektierenden Beurteilungsraster ins aufbauende Modul überwechseln – individuell, so wie es seinem Lernniveau entspricht.

Die Basis bilden Grundlagen-Module für alle Lernbereiche, wie z.B. Kommunikation. Danach erfolgt eine Auffächerung in alle möglichen Lern-, Berufs- und Lebensbereiche.

So kann ein Wandel für Bildung und Lernen entstehen, für das Individuum und das gesamte «Dorf» – kooperativ, freiwillig und unabhängig – für alles, was gewünscht und von Nutzen ist. Dies setzt Fundamente für neue Lebens-, Lern- und Wirtschaftsformen.

«Jedem Kind seine Schule und jeder Lehrperson ihren Kompetenzbereich» Lernen von und miteinander, aus Freude für sich selber, aus Freude am Beitragen für die Gemeinschaft und aus Freude am Leben.

«Das ist unser aller Bildungsauftrag.»

Dies öffnet eine Perspektive für einen nachhaltigen Bildungs- und Lebenswandel, um ein «Dorf» und somit die Welt ein Stück mehr zum Positiven zu verändern.

Wir vom ZENBI (Zentrum für Bildung, Aargau) bieten Bildungswege und Know-How für ganzheitliche Lernbegleitung an. Quelle: zenbi.ch

Infoanlass

Samstag, 15. März um 13:30
im Triums Zentrum
Augustin Kellerstrasse 31
5600 Lenzburg

vis a vis Bahnhof

Anmeldung: info@zenbi.ch
Tel: 056 668 25 84
https://zenbi.ch

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