Gelebte Demokratie in Appenzell-Ausserrhoden

29. März 2023

Gelebte Demokratie in Appenzell-Ausserrhoden

„Hallo zusammen
Ich möchte euch auch ermutigen, euch für eure Rechte einzusetzen.

Wir Homeschooler im Appenzellerland haben das in den vergangenen Monaten getan & es hat sich so gelohnt!

Eigentlich hätte der Kantonsrat gestern das revidierte Volkschulgesetz AR bestätigt. Dann hätten ab dem Sommer 2023 nur noch Eltern mit Lehrerpatent das Homeschooling in AR praktizieren dürfen.
Uns selbst wäre es so verwehrt geblieben.

Gestern war also die entscheidende Kantonsratssitzung in Herisau/AR zum revidierten Volksschulgesetz.

Wir und 4 andere Homeschooler legten dort mit einer Redezeit von 5 min unser Votum ein.

Die Voraussetzung für das Rederecht war unsere persönliche Stellungnahme auf die 1. Lesung zum revidierten Volksschulgesetz im Jahr 2022.

Zudem hatten wir anfangs März ein persönliches Schreiben an alle Kantons- & Regierungsräte unseres Kantons mit 270 Unterschriften von Befürwortern gesandt und ihnen so unser Anliegen nahegebracht.
Dieses Schreiben machte Eindruck, da wir hier im Kanton lediglich 300 Unterschriften für ein Referendum benötigen.
Ein indirekter Warnschuss also.

Zudem war es nötig 1 Fraktion zu finden, die gestern einen Änderungsantrag für uns stellte.

Ziel war es so die Anforderung vom Lehrerpantent der Eltern zurückzuführen auf Lehrerbegleitung oder eine alternative Ausbildung.

So konnten wir unser sehr schlechten Ausgangslage von 46 zu 15 Stimmen gegen uns aus der 1.Lesung im Jahr 2022 (Lehrerpatent) kehren in 41 zu 21 für uns gestern.

Das alles war insgesamt ein rechter Kraftakt, hat sich jedoch für unsere Familie und alle anderen, die heute oder später das Homeschooling im AR leben wollen gelohnt.

Nun ist dafür die Voraussetzung die Lehrerbegleitung oder eine gleichwertige Ausbildung im revidierten Volksschulgesetz AR definiert.

Das war gelebte direkte Demokratie.
Es war für uns ein echter Krimi und wir alle mussten viel einstecken und aushalten.
Unser langer Atem hat sich aber gelohnt.
Zudem zeigte dies uns und unseren Kindern, dass es sich lohnt für unsere Rechte einzustehen und zu kämpfen.

Herzliche Grüsse“

Teilen:

Im Fokus

Weitere Artikel

Sex-Organisation versucht Kantonspolitikerin mundtot zu machen

Die Organisation «Sexuelle Gesundheit Aargau» hat versucht, unsere Vertrauensanwältin Nicole Burger vom Lehrernetzwerk Schweiz und ihren Kollegen im Aargauer Kantonsparlament mit einer Strafanzeige politisch zu stoppen. Die Oberstaatsanwaltschaft hat der Strafanzeige eine klare Absage erteilt und die Strafsache nicht an die Hand genommen.

Sender auf Transgender-Mission

Immer öfter wird Kindern vermittelt, das Drama, angeblich im falschen Körper zu sein, sei ein normaler Bestandteil der persönlichen Entwicklung. Diesen undifferenzierten Eindruck vermittelte SRF in einer Kindersendung am 21. Juli über den queeren, 14-jährigen Buben Quinn. Der Beitrag verletzt aus Sicht des Lehrernetzwerks Schweiz das Sachgerechtigkeitsgebot.

Verfahren zum Sexualkundeunterricht geht in die zweite Runde

Nachdem die Staatsanwaltschaft St. Gallen eine vom Lehrernetzwerk eingereichte Strafanzeige gegen verstörenden und nicht altersgerechten Sexualkundeunterricht zunächst nicht an die Hand nehmen wollte, hat die Anklagekammer des Kantons St. Gallen korrigierend eingegriffen: Sie wies die Staatsanwaltschaft an, ein Strafverfahren zu eröffnen und entsprechende Untersuchungen einzuleiten.

Keep Cool – Comedy Musical

Es freut uns sehr, dich im Namen unseres Freundes und Unterstützer Marco Rima auf dieses interessante Angebot für Schulen und Eltern aufmerksam zu machen: